Astrid Pöppel         Rita Pöppel         Gerhard Pöppel         zur Firmenchronik

2011 – 50 Jahre Foto Pöppel, eine Erfolgsgeschichte in Weeze.

Das Fotostudio Pöppel steht heute als Begriff für Qualität und Service rund um das Thema Fachfotografie. Die Kevelaerer Str. 6 in Weeze ist bis weit über die Grenzen des Kreises Kleve bekannt – und das seit nun über 50 Jahren. Dieses Jubiläum bietet mir, Gerhard Pöppel, einen freudigen Anlass hier über unsere Firmengeschichte zu berichten.

Gründung : 1961 hat mein Vater, Erich Pöppel, in Weeze auf der Wasserstraße 13 ein schönes Ladenlokal gefunden und konnte seine Idee von einem Fotofachgeschäft mit Studio in die Tat umsetzen. Das Warensortiment umfasste damals Kameras, Blitzgeräte, Fotoalben und Taschen. Ihm lag als Fotografenmeister natürlich die Fotografie und die Bildentwicklung am Herzen. So wurden Portraits, Passbilder, Kinder- und Hochzeitsaufnahmen gemacht und Anlässe jeder Art fotografiert. Die Bilder wurden selbstverständlich im eigenen Schwarz-Weiß-Labor entwickelt. Damals war die Eigenverarbeitung in Farbe noch ein großer Wunsch, diese wurde von mir aber ab 1972 schon mit einer Laborerweiterung eingeführt. Erich Pöppel hat sich auch als Pressefotograf einen Namen gemacht. In Zusammenarbeit mit der Firma Theo Palka Druck (allen in Weeze und Umgebung ein Begriff) wurden im „Weezer Blättchen“ Berichte über lokale Feste und Veranstaltungen mit Fotos illustriert. Da die Fotos im eigenen Labor hergestellt wurden konnten die Weezer sie auch als Erinnerungen bei uns im Geschäft erwerben. Durch den guten Zuspruch der Weezer Kundschaft war es bald möglich, daß auch meine Schwester Edith (heute Schuppelius) mit ins Geschäft einstieg. Als gelernte Fotografin konnten Sie und mein Vater so den wachsenden Betrieb weiter voranbringen.

Schwierige Jahre : Bereits im fünften Jahr nach der Gründung verstarb mein Vater plötzlich und unerwartet. Durch diesen plötzlichen, schmerzhaften Verlust kamen für uns schwierige Zeiten. Meine Mutter Anni engagierte sich neben ihrer hauptberuflichen Tätigkeit in jeder freien Minute im Geschäft. Meine Schwester Edith übernahm die Fotografische Leitung. Der Betrieb ging also weiter. 1965 war ich selbst noch Schüler und habe die geschäftlichen Probleme gar nicht so registriert. Als meine Schwester aber 1966 sehr schwer und langwierig erkrankte habe ich zeitweise die Verantwortung übernommen. Diese Herausforderung machte mir so viel Spaß, das ich mich entschloß den Fotografenberuf zu erlernen. Als Edith genesen war, begann ich 1967 in Bünde i.Westf. meine Lehre im Fotografenhandwerk in einem Studio für Industrie und Werbefotografie. Meine Mutter und Schwester führten das Geschäft weiter. Durch eine erneute Erkrankung von Edith war ich gezwungen meine Lehre vorzeitig zu beenden um das elterliche Studio weiterzuführen.
1970 übernahm ich das Geschäft eigenverantwortlich. Als Edith geheiratet hatte und mit ihrer Familie in den Taunus umzog, haben wir mit vereinten Kräften noch einmal das Studio gründlich umgebaut, damit ich eine gute Zukunftsperspektive hatte.

Aufbruch : 1972 habe ich meine Frau Rita geheiratet. Sie engagierte sich von Anfang an mit im Geschäft. So ging vieles einfacher was, trotz großartiger Unterstützung meiner Mutter, manchmal nur schwer zu bewältigen war. Die Mitbewerber aus den umliegenden Orten merkten bald den Wettbewerb und waren nicht zimperlich mit Ihrer Kritik, da zu dieser Zeit für die Betriebsführung ein Meistertitel erforderlich war. Dank der familiären Unterstützung konnte ich neben dem laufendem Betrieb meine Gesellenprüfung und auch die Meisterprüfung ablegen. Damit waren auch die Kollegen zufrieden und ich engagierte mich seither in der Innungsarbeit. Meine erste Auszubildende war übrigens meine Ehefrau Rita! Sie wollte auch die fachliche Qualifizierung haben und wurde Gesellin im Fotografenhandwerk.
Schönste Zeiten auch im privaten Umfeld, denn in dieser Zeit vergrößerte sich auch unsere Familie, Judith und Astrid kamen auf die Welt. Eine Zeit voller Freude mit den Kindern und zielstrebigen Vorhaben im geschäftlichen Sinne.

Ereignisreiche Jahre : 1977/78 waren ereignisreiche Jahre. Durch den guten Zuspruch auch der Gocher Kundschaft sahen wir uns ermutigt hier eine Filiale auf der Kalkarer Straße 13 einzurichten, heute sind wir in Goch ebenfalls seit 39 Jahren am Platz. Im Jahr 1978 erweiterten wir unseren Betrieb in Weeze und zogen zur Kevelaerer Straße 6. Mit einer Studiofläche von jetzt ca. 100 qm und einem ebenso großen Labor waren die Voraussetzungen für die Erweiterung des Arbeitsfeldes der Industrie- und Werbefotografie bestens geschaffen. Durch unsere Erfahrungen in der Colorverarbeitung, die ich seit 1972 schon ausführte, konnten wir unser Farblabor so erweitern, das wir jetzt alle anfallenden Arbeiten, von der Diaentwicklung bis zu Amateur- und Fachvergrößerungen, im eigenen Hause ausführen konnten. Die Möglichkeiten des großen Studios mit Farblabor sprachen sich bald herum und Kunden aus dem ganzen Kreis Kleve fanden den Weg ins Weezer Studio. Die Kundenliste wurde immer größer und bekannte Namen wie z.B. GeGe Werke Weeze, Massive Leuchten in Goch, Colt in Kleve, Ruwel-Werke Geldern, Jomo in Weeze, Butzon&Bercker in Kevelaer, STW in Goch, Dom-Samen in Kevelaer, Gala in Xanten und viele, viele weitere treue, hier nicht genannte Kunden, die uns bis heute verbunden sind. Ein Dankeschön gilt auch den vielen Privatkunden, die uns über Jahrzehnte die Treue halten. Ich kann heute mit Stolz sagen, daß ich schon etliche Kunden von der Taufe, Kommunion/Konfirmation über Tanzkurs und bis zur Hochzeit fotografiert habe. Von unseren zur grünen Hochzeit porträtierten Paaren kommen viele über Jahrzehnte hinweg zu Familienaufnahmen und Kinderbildern, um so bleibende Erinnerungen zu haben. Diese Leistungen konnten natürlich nicht von uns alleine erbracht werden, viele Auszubildende und einige Gesellen haben uns bei der Erfüllung der Kundenwünsche tatkräftig unterstützt, auch ihnen gilt unser besonderer Dank.

Jahrtausendwende : Mit Ende des auslaufenden Jahrhunderts tat sich auch in der Fachfotografie einiges, das digitale Zeitalter begann. Schon früh begann ich mit der digitalen Fotografie, bereits 1996 erfolgten erste Versuche, und schon 1998 hatten wir neben dem analogen herkömmlichen Labor eine komplette digitale Ausrüstung mit Mac und Co. Die digitale Fotografie wurde zu dieser Zeit ausschließlich für die Werbe- und Industriefotografie eingesetzt, da in hoher Qualität nur unbewegte Objekte fotografiert werden konnten. Dies änderte sich aber mit dem technischen Fortschritt schnell. Schon 2002 waren die ersten profimäßigen Kameras vorhanden, die es erlaubten auch bewegte Motive, also auch Porträts, in hoher Qualität zu fotografieren. Für uns war klar, das ist die Zukunft – und schon 2003 haben wir unser analoges Labor eingestellt und ausschließlich digital fotografiert. Die „Dunkelkammer“ gab´s bei uns nicht mehr. Jetzt ersetzten Digitalkameras, Mac´s und PC´s, sowie diverse Echtfotodrucker und Großbilddrucker unser gewohntes Arbeitsgerät. Mit Eintritt unserer Tochter Astrid in´s elterlich Geschäft waren all diese Umstellungen leicht zu bewältigen. Astrid hatte nach Ihrer Ausbildung im Hause, einige Jahre „in der Ferne“ als Studioleiterin ihre Erfahrungen sammeln können. Sie ist seit Ablegung Ihrer Meisterprüfung im Fotografenhandwerk in unseren Studios voll integriert.

Zukunftsperspektiven : Durch Astrid´s Eintreten in das Geschäft wurden viele neue Impulse gegeben. Der Zuspruch, auch der jüngeren Generation, zeigt, das sie den Mainstream fotografisch richtig interpretiert. Die Nahtlose Fortführung unseres Betriebes ist somit sichergestellt. Im Jubiläumsjahr 2011 werden wir unsere Kunden mit besonderen Aktionen überraschen, freuen sie sich darauf – Porträts sind bleibende Erinnerungen.

Wir freuen uns Sie in unseren Studios in Weeze und Goch begrüßen zu dürfen.
Gerhard Pöppel